Was kann das Gordons in der Neustadt Bremen?

Es musste ja irgendwann mal wieder soweit sein, dass wir ein Bier trinken gehen. Und so kam es dann auch: Auf unserer aktuellen Tour verschlug es uns in die Bremer Neustadt, wo man selbst leider irgendwie viel zu selten unterwegs ist, denn man verlässt die gewohnte Komfortzone halt einfach ungern. Dennoch konnten wir uns aufraffen und starteten in der Langemarckstraße mit Gebäuden der Brauerei Beck’s im Rücken durch. Nach ein paar Schritten erreichten wir das „Gordons“ (leider eher schlecht zu erkennen auf dem oberen Foto, aber links neben dem „Safran“ ist das Gordons). Von außen machte die Kneipe einen soliden, bodenständigen Eindruck und schien uns für eine erstes Gezapftes gut geeignet.

Also rein da und ab auf die Zweier-Bank am Tresen. Rund um den U-förmig angelegten Tresen gab es neben den Bänken (fanden wir ungewöhnlich aber gleichzeitig gemütlich) noch Barhocker. Dort saßen auch zwei bis drei ältere Herrschaften, die ihr Feierabendbier genossen. Am Tresen selbst war noch eine Leiste rund herum angebracht – vermutlich zum abstützen, was in manchen Situationen sicher nicht unpraktisch sein kann. Für uns war es jedenfalls auch ganz bequem so. Wir haben schon deutlich ungemütlichere Tresen entdeckt, können uns hier aber überhaupt nicht beschweren.

Gerade Platz genommen, wandte sich der ältere Herr hinter dem Tresen auch gleich an uns und unsere „Zwei Bier bidde“-Bestellung wurde mit „Welches darfs denn sein? Becks oder Haake Beck?“ beantwortet. Wir entgegnete wie gewohnt mit „Überraschen Sie uns“. So oft hört unser Gegenüber das wohl nicht, denn er schaute doch etwas verwundert. Im weiteren Verlauf unseres Aufenthalts fiel auf: Jeder der rein kam, schien bekannt zu sein und erhielt ungefragt sein Stammgetränk. Kleines Beck’s 0,3, Franziskaner Hefe-Weizen 0,5, einen Korn… Laufkundschaft hat das Gordons wohl eher selten.

Aber zurück zu unserer Bestellung: Es sollte ein Haake werden. „Denn damit macht man nie was falsch“, sagte der Mensch hinter d em Tresen. Die Größe überließen wir im ebenfalls und so nahm er sich dann ein frisch gespültes 0,4 Liter Tulpenglas mit dem korrespondierenden Bierlogo. Das Bier wurde 1a eingeschenkt und mit schöner Schaumkrone serviert. So mögen wir das. Wohl bekomms!

Ansonsten verlief das Trinken des Bieres recht ereignislos. Im Gordons war (vielleicht noch) nicht viel los, die zwei/drei Leute gingen nach ihrem Getränk auch schon, jemand neues kam herein, bestellte, rauchte eine Zigarette. Das wars. Wir tranken in Ruhe aus und verabschiedeten uns. Kommen wir daher also genauso direkt zu unserer Abschlusswertung.

Die Bewertung für das Gordons in Bremen (Neustadt)

Drinnen: 3/5
Leude: 3/5
Bier: 4/5

Fazit: Es war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut – eher mittelmäßig halt. Die Kneipe hat wohl schon bessere Zeiten gesehen, am Tresen kann man gut sitzen und sich beim Bier trinken auch abstützen (vermutlich wird das von Stammgästen geschätzt und oft genutzt). Das frische Haake wurde professionell gezapft und hat gemundet – und das ist ja auch das Wichtigste! Viel mehr muss man sonst über die 24-Stunden-Raucherkneipe, die vermutlich generell ein älteres „Eckkneipen“-Klientel anspricht, nicht mehr sagen.

Adresse:
Gordons
Langemarckstraße 108
28199 Bremen

2 Gedanken zu “Was kann das Gordons in der Neustadt Bremen?

  1. Moin,
    Weißt du ob die Kneipe wirklich 24 h offen hat.
    Würden gerne morgen früh um 6 nach der Nachtschicht ein Bierchen trinken gehen 😀
    Grüße

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