Turteltauben im Meisenfrei

Das Meisenfrei in Bremen in der Hankenstraße 18, Blues Club

Erste Station: Meisenfrei! Die charmante Bremer Eckkneipe in der Hankenstraße, die sonst eher zu fortgeschrittener Stunde angesteuert wird, war nun der offizielle Startpunkt dieses tollkühnen Unterfangens. Ein denkwürdiger Augenblick. Hier beginnt also die Reise.

Die Einrichtung im Meisenfrei ist eher dunkel gehalten, wird aber durch einige Fotos und Bilder an den Wänden gemütlich aufgewertet. Von dem Hauptraum geht ein weiterer Raum ab, in dem regelmäßig Konzerte stattfinden. Wir setzten uns an bei fast freier Auswahl an einen Tisch in der Ecke, da der Tresen von einem wild knutschenden Pärchen besetzt wurde. Turteltauben im Meisenfrei. Ein interessanter, bei der vorgeführten hemmungslosen Technik aber auch ein zugleich verstörender Anblick. So ging es dann mit Scheuklappen direkt an den Tresen und ich bestellte „Ein Bier bidde“. Der Mann hinter dem Tresen musterte mich skeptisch und wartete wohl auf eine etwas konkretere Ansage. Augenkontakt. Stille. Dann ein kurzes „Größe? Farbe?“ Ich erwiderte mit einem ebenso kurzen „Überraschen sie mich“ und ging zufrieden an meinen Platz. Die Spannung stieg. Was wird es wohl werden? Nach kurzer Wartezeit und ohne viele Komplikationen kam der Barmann auch schon mit den Bieren an den Tisch. Es waren Zwillinge. Beides gut geratene, kühle Haake Beck vom Fass. Es schmeckte so, wie ein kühles Haake eben schmeckt. Wir waren zufrieden.

Die Bewertung für das Meisenfrei in Bremen

Drinnen: 3/5
Leude: 3/5
Bier: 4/5

Fazit: Insgesamt ein solider Start ohne große Überraschungen. Drin lässt es sich gemütlich sitzen, der Barmann macht einen guten Eindruck und das Bier kommt vom Fass. Das Tresenschauspiel außer Acht gelassen, kann man hier sicher wieder auf ein neues Bier einkehren.

Adresse:
Meisenfrei
Hankenstraße 18
28195 Bremen

Ein Gedanke zu “Turteltauben im Meisenfrei

  1. In Englisch nennt man diese Tresenspektakel: PDA- public display of affection, und es ist wirklich aus der Mode gekommen, und sollte für dunkle Eckbänke aufgespart werden. Der Barmann scheint jedenfalls ein Toleranter zu sein 🙂

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